Forderung der Liste Kaltenbeck

Die Karl-Franzens-Universität Graz, gegründet 1585, ist Österreichs zweitälteste Universität und eine der größten des Landes. Mit 32000 StudentInnen und über 4100 Bediensteten ist sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor aber auch ein großer Verkehrserreger. Das unzureichende ÖV-Angebot macht den motorisierten Individualverkehr vergleichsweise attraktiv. Mehr Parkplatzsuchverkehr und sinkende Lebensqualität im Uni Viertel sind die Folge. Die Anbindung der Universität an das Straßenbahn-Netz brächte eine bequemere Anreise an den Arbeitsplatz für die Universitätsangehörigen und mehr Wohnqualität für die AnrainerInnen. Sie wäre überdies auch ein Zeichen der Wertschätzung der Stadt Graz gegenüber ihrer Universität und eine Aufwertung des Wissenschaftsstandortes Steiermark. Eine von der Stadt Graz in Auftrag gegebene Studie zur Bewertung entscheidungsreifer Straßenbahnabschnitte (Hüsler 2007) weist die Anbindung der Universität durch Umlegung der Linie 1 über die Zinzendorfgasse als das Projekt mit dem größten kostenbezogenen volkswirtschaftlichen Nutzen aus. Die Liste Kaltenbeck tritt daher für die direkte Erreichbarkeit der Karl-Franzens-Universität Graz durch eine Straßenbahnlinie (Uni 1er oder Uni 2er) ein.

Aktiv für die Uni-Straßenbahn

18.09.2017: Graz braucht mehr Bim

Podiumsdiskussion an der Uni Graz

 

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Broschüre: Anbindung der Karl-Franzens-Universität an das Straßenbahnnetz

 

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Materialien:

Graz (A), Straßenbahn, Nutzen Kosten Analyse

Mobilitätskonzept 2020

17.01.2017: Podiumsdiskussion: Wege zur Arbeit

http://wp11702318.server-he.de/listekaltenbeck/?m=201701
IMG_8218Photo: Mathissa Lugger

2010: PA: Funovits und Kaltenbeck fordern Uni Bim

Positionen:

ÖH-Fraktionen:

Grüne Studierende: Die Forderung ist Teil des Wahlprogramms (https://www.gruene-studierende.at/kfu/) und wird aktiv im Wahlkampf thematisiert.

Es braucht eine Bim zur Uni!

Die ÖH Uni Graz muss mit der Uni Graz gemeinsam auf die Stadt Graz zugehen und einen Ausbau des Straßenbahnnetzes fordern. Seit Jahren liegen Konzepte für eine Bim zum Unicampus in den Schubladen der Stadt, obwohl diese schon vor Jahren Beschlüsse fasste, das Bim-Netz auszubauen. Die Uni-Graz ist nicht nur Arbeitgeberin von Tausenden Menschen, sondern bildet 30.000 Studierende aus. Straßenbahnen sind ohne Zweifel das Verkehrsmittel mit der größten Beförderungskapazität und der Gleisbau kann als Feinstaubeindämmende Maßnahme sogar EU-subventioniert werden. Eine Straßenbahn zur Universität ist nicht nur notwendig, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Luftqualität in der Stadt. (Wahlprogramm)

Stellungnahme KSV-KJÖ: Als KSV befürworten wir die Bim zur Uni natürlich – mit knapp 30.000 Studierenden und tausenden Angestellten ist die Uni einer der Hotspots der Stadt, auch, was das Verkehrsaufkommen anbelangt.

Allerdings lassen weder die aktuelle Budgetpolitik der Stadt Graz, die sich unter ÖVP und FPÖ noch verschärfen dürfte, noch der vor einigen Jahren von der damaligen Grünen-Vizebürgermeisterin Lisa Rücker umgesetzte “Shared Space” am Sonnenfelsplatz darauf hoffen, dass die Umsetzung der “Uni-Bim” in naher Zukunft Realität wird.

GRAS: Die GRAS fordert den Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel, “da die Anbindung mit den bestehenden Linien (31, 63, 41) v.a. am Semesterbeginn stark ausgelastet ist”.  Für Spitzenkandidat Philipp Kogler ist  die Wiedererrichtung der 2er Linie zur Universität  eines der  zentralen Projekte zur Verbesserung des ÖV.

VSSTÖ: Keine Stellungnahme

FLUG, NEOS: Stehen dem Projekt grundsätzlich eher positiv gegenüber, haben derzeit aber andere Schwerpunkte.

Politische Parteien – Gemeinderatslisten:

KPÖ:  Unterstützer der Broschüre “Anbindung der Karl-Franzens-Universität an das Straßenbahnnetz”. Positive Stellungnahme bei der Veranstaltung “Wege zur Arbeit”.

SPÖ: Ausdrückliche Erwähnung im Wahlprogramm (http://www.graz.spoe.at/unser-wahlprogramm.html). Für Spitzenkandidat Michael Ehmann haben beim Ausbau der Straßenbahn “vor allem der Griesplatz, die Universität und die Entflechtung der Herrengasse Priorität”.  Anliegen wird im Wahlkampf thematisiert.

GRÜNE: Positive Stellungnahme bei der Veranstaltung “Wege zur Arbeit”. Unterstützer der Broschüre “Anbindung der Karl-Franzens-Universität an das Straßenbahnnetz”. Anliegen wird von den Grünen Studierenden im Wahlkampf thematisiert.

PIRATEN: Uni 1er ist Teil des Wahlprogramms (https://öffi-milliarde.at/). Unterstützer der Broschüre “Anbindung der Karl-Franzens-Universität an das Straßenbahnnetz”.  Positive Stellungnahme bei der Veranstaltung “Wege zur Arbeit”.

NEOS:  Straßenbahnlinie zur Universität ist Teil des Wahlprogramms und wird im Wahlkampf thematisiert. Positive Stellungnahme bei der Veranstaltung “Wege zur Arbeit”.

 - Landesparteien Steiermark

(Quelle: Fragenkatalog zur Landtagswahl samt Antworten, Pro Bim http://probimgraz.info/605201-fragenkatalog-zur-landtagswahl-samt-antworten/)

Die Karl-Franzens-Universität hat noch immer keinen Straßenbahn-Anschluss, obwohl dieses Projekt bereits sehr konkret war. Werden Sie sich hierfür in der kommenden Periode einsetzen?

Antwort SPÖ: Eine Anbindung der KFU an des Straßenbahnnetz wäre sinnvoll. Hierfür bedarf es jedoch eines Konzeptes der Stadt Graz.

Antwort ÖVP: Rein innerstädtische Projekte werden von der Stadt Graz priorisiert. Bei der Umsetzung konkreter Projekte wollen wir die Stadt aber soweit wie möglich unterstützen.

Antwort FPÖ: Durch die Auflassung der Ringlinie ist die Anbindung der KFU in weite Ferne gerückt. Es ist daher eine adäquate Busanbindung im Auge zu behalten.

Antwort KPÖ: Die KPÖ tritt weiterhin für eine Wiedererrichtung der Ringlinie 2 ein. Wer es mit der Bevorzugung des ÖV ernst meint, muss sich ohne Wenn und Aber für eine Straßenbahn zur KF-Uni starkmachen. Die KFU ist nicht nur Bildungsstätte, sondern auch ein Großunternehmen mit tausenden Angestellten.

Antwort Piraten: Der „Uni-1er“ (Anm.: die Umlegung der Linie 1 über Glacis, Zinzendorfgasse, Leechasse) ist Teil unseres Wahlprogramms.

Antwort NEOS: NEOS bekennt sich zum öffentlichen Verkehr und zum Ausbau der Straßenbahnlinien überall dort, wo der aktuelle Busverkehr an seine Kapazitätsgrenze stoßt. Das Projekt einer Bim-Linie zur Karl-Franzens-Universität wird von Seiten der NEOS unterstützt.

Antwort Grüne: Ebenso wie unsere VertreterInnen im Grünen Gemeinderatsklub in Graz, die sich für dieses – nebst anderen Ausbaumaßnahmen wie v.a. der Südwest-Linie und der Innenstadtentflechtung – stark machen, setzen wir uns massiv für eine Anbindung der größten steirischen Universität an das Grazer Straßenbahnnetz ein. Die Prioritätensetzung der allerwichtigsten Ausbaumaßnahmen soll jedoch nicht vom Land Steiermark, sondern von der Stadt Graz vorgeschlagen werden.

 

Literatur

Tóth, Krisztián:  Mobilitätsverhalten der MitarbeiterInnen an der Universität Graz : eine empirische Studie. – 2010. – Graz, Univ., Dipl.-Arb.

Online-Zugriff frei.  

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